Samstag, 29. März 2008

'sitting, waiting, wishing'

Gestern noch auf der Harbour Bridge, jetzt auf dem Weg zum Centennial Park mit Vera, Nathalie, Tine und Sarah (Master-Studentin) im Schlepptau. Tine ist auf Grund ihres Knies noch immer ein wenig angeschlagen, hat aber trotzdem tapfer beschlossen mitzukommen, auch wenn das Laufen immer noch weh tut. Fähre, Bus und leider doch 2km zu Fuß und wir sind am Eingang zur Konzertwiese. Die ‚Türen’ sind allerdings noch verschlossen. Wir Reihen uns in der ‚18+’ Warteschlange ein, damit wir ein ’Ich-darf-Alkohol-trinken-Bändchen’ bekommen. Da wir zeitig da sind, beschlagnahmen wir ein Stückchen Wiese mittig vor der Bühne. Sind natürlich bestens organisiert und haben unsere Strandhandtücher dabei, die als Wiesendecken umfunktioniert werden. Um halb vier beginnt die erste Vorgruppe (es sind zwei Aborigines mit Didgeridoos). Wir haben echt super Plätze. Alle sitzen auf ihren Handtüchern, Decken oder direkt im Gras, chillen und hören Musik. Am hinteren Ende der Wiese sind neben Toiletten, Merchandise-Ständen auch einige Imbissbuden zu finden. Im Moment kommt man noch problemlos dorthin- das soll sich später ändern, wenn 30.000 Leute auf der Wiese sitzen. Drei weitere Vorgruppen, Eis, Chinesische Nudeln, Pommes und Chicken Nuggets später ist es acht Uhr, dunkel (man fliegen hier viele Fledermäuse am Himmel entlang) und das eigentliche Konzert beginnt. Mittlerweile haben wir unsere Stranghandtücher eingepackt und stehen wie die meisten der 30.000 Zuhörer, damit man etwas sieht. Das Konzert ist echt super, abgesehen von der Australierin direkt hinter mir, die jedes, aber auch wirklich jedes Lied mitsingen kann. Leider ist sie alles andere als musikalisch. Natürlich spielt Jack Johnson auch ‚sitting, waiting, wishing’ von seinem einen älteren Album. Für ihn ist es wohl schon etwas länger her, dass er dieses Lied gespielt hat, denn ihm geht nach 2 Zeilen erst mal der Text aus... Er erklärt seinen kleinen Patzer damit, dass dies erst sein 2tes Konzert dieses Jahr ist und er das Lied schon länger nicht mehr gesungen hat. Beim 2ten Anlauf klappt’s dann ohne Probleme - vielleicht liegt’s auch an der tatkräftigen ungebrochenen Unterstützung der lauthals schief mitsingenden Australierin hinter mir. Wir gehen kurz bevor das Konzert vorbei ist, aus Angst keinen Bus und somit auch nicht die letzte Fähre zu kriegen. (Wir wollen lieber nicht wissen, wie das ist, wenn 30.000 Leute alle auf einmal Bus fahren wollen.) Aber die öffentliche Busgesellschaft hat alles super im Griff und wartet schon mit einer riesigen Busflotte direkt vorm Eingang. Alle Busse fahren ausnahmslos nur zum Hauptbahnhof- das ist ja schon mal unsere Richtung. Wenig später sind wir auch auf der Fähre zurück nach Manly. Die Überfahrt verbringen die meisten von uns schlafend. Schließlich sind wir wieder im College und fallen wieder einmal todmüde in unsere Betten – gut dass morgen Sonntag ist und es somit um 10.30Uhr Brunch gibt!

Keine Kommentare: